Empfindungs-Chaos ?
- 30. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. März

Vor einigen Wochen – ich befand mich in einem energetischen und mit dem physisch Sichtbaren nicht unbedingt erklärbarem Hoch - sagte eine Freundin zu mir, dass sie das auch mal erleben möchte. Dass Menschen unterschiedlich stark fühlen, wusste ich sehr lange Zeit meines Lebens nicht, doch durch Informationen und Beobachtung erkannte ich immer mehr. Und manchmal erwischte ich mich dabei mir zu wünschen, dass Menschen auch die andere Seite der Medaille – nicht das Hoch, sondern das Tief, wenigstens für kurze Zeit – erleben sollten. Da war einfach der starke Wunsch, wirklich verstanden zu werden mit allem was da ist… und ich bezweifele gerade beim Schreiben, ob ich diesen Wunsch schon losgelassen habe. In krassen Spitzen hatte ich das Gefühl, dass ich das nicht mehr aushalten (weder oben noch unten) und irre werden könnte. Dann vibriert es ganz körperlich in mir u.a.m.. Ablenkung funktioniert dann einfach nicht, nur noch die bedingungslose Kapitulation. Wahnsinnig zu werden ist eine andere Möglichkeit und Beispiele gibt es dafür auch in meinem Bekanntenkreis.
Ich denke, dass wir genau so erleben, wie wir es benötigen und dass wir genau so empfinden, wie es zu uns passt. So überwiegen bei den Einen andere Qualitäten als bei den Anderen, da sie für andere Aufgaben hier sind. „Aufgaben“ klingt vielleicht hochtrabend, vermutlich wollen die Meisten einfach „nur“ glücklich sein, doch was ist wahres Glück? Ich möchte wachsen, mich Herausforderungen stellen, dran bleiben im Lernen, Erkennen und immer (wieder) Lieben. Selbst wenn ich im Feuer stehe (oder zu stehen FÜHLE). Will mich nicht mehr verkriechen, verstecken, unsichtbar machen wenn mir danach ist. Ich will all diese Muster durchbrechen, aufweichen, durchlichten. Und ja manchmal schreit es regelrecht danach, alten Mustern zu folgen und manchmal ziehe ich mich zurück, um kurz durchzuatmen, um dann mutig den verloren geglaubten Faden wieder aufzunehmen. Und unglaublich dankbar bin ich dann, wenn es jemanden gibt, der mir einfach nur zuhört, ohne Urteil, ohne Ratschlag – danke, danke, danke dafür, dass mir immer wieder wundervolle Engel gesendet werden, wenn die Not groß scheint.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Zirka 2010 schenkte mir eine damalige Wegbegleiterin namens Christa ein kleines Büchlein – ich weiß nicht mehr welches, es hieß „Maria“. Ich konnte damit nicht viel anfangen zu diesem Zeitpunkt, schaute nur punktuell hinein, dann stand es eine Zeit im Regal, bis ich es irgendwo weiterverschenkte. Auch da weiß ich nicht mehr wohin und hoffe heute, dass es OFFENEre Augen gefunden hatte. Christa sah mich, erkannte etwas und folgte ihrem Impuls. Ich war noch blind und fühlte mich zwar einerseits geschmeichelt, doch schaute ich in einen Spiegel, der trüb war. Nicht immer erreichen göttlich geführte Handlungen auch ihr Ziel. Doch vermutlich tröpfelte damals zumindest ein wenig weiter in mich hinein und nährte das zarte Pflänzchen, dessen Samen bereits aufgegangen war. Es ist alles in uns – ja, doch ob und wann diese in uns liegenden Informationen in unser Bewusstsein dringen… ??? Haben wir – also das persönliche Selbst - überhaupt Einfluss darauf ??? Ich weiß es nicht, folge jedoch vertrauensvoll meinem Pfad… und auch hier weiß ich gar nicht so richtig, ob ICH das "mache" ???
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Und warum schreibe ich das hier? Nehme ich mich zu wichtig? Das ist so ein Gedanke, der mich vermutlich von vielem einst zurückgehalten hat. Ich verspüre diesen Impuls, tippe hier und denke gleichzeitig, dass ich es ja nicht öffentlich machen muss. Andererseits vermute ich, dass es genau die erreicht, die es gerade lesen sollen. Dann könnte auch dort ein Tropfen hinein sinken. Vielleicht bringt genau dieser Tropfen etwas in SICHTBARE Bewegung, vielleicht auch (noch) nicht.
Die Jesusmutter hatte andere Qualitäten als Josef oder Jesus oder seine späteren Jünger und andere, die ihn umgaben. Jeder trug in sich eine wichtige Perle einer sich ergänzenden und verbindenden Kette. JEDER war wichtig und hätte ohne den Anderen kaum etwas bewirken können.
Ich sehe mich selbst als eine Brücke. Auch da sah mich eine andere Freundin und schenkte mir vor einigen Jahren zwei Bilder, die dies auf gewisse Weise symbolisieren. Ich wurde gefragt, ob ich mir nicht zu schade sei als Brücke. Vielleicht ist das Wort „Brücke“ nicht das Treffendste und manch einer deutet, dass man darauf rumtrampeln kann? Ich meine eher, dass ich Menschen dazu ermutige, von der einen Seite loszulassen, um auf eine nächste zu gelangen… meinen „Rockzipfel loslassen“ schrieb mir mal jemand dazu. Es sind alles nur Worte. Was ich sagen will, ich bin bereit auch immer wieder nach unten zu gehen, nach hinten zu schauen, um abzuholen. Vielleicht dehne ich mich auf diese Weise immer mehr "kugelförmig" aus? Vielleicht fühlt es sich deshalb manchmal in mir so eng und beklemmend an, als ob da kein Platz sei in meinem Brustraum? Unwichtig.
Was wichtig ist: wisse wenn du ähnlich empfindest, du bist nicht allein. Wisse wenn du ganz anders empfindest, du bist genauso richtig und komplett und wichtig. Es braucht die Denker wie die Fühlenden, die „Speerspitzen“ die vorneweg gehen ebenso wie die Verbinder, die Nesthalter... den Jesus, wie die Maria und jeden weiteren Aspekt, der vorhanden ist. Ich wünsche mir so sehr, dass dies jeder erkennen und anerkennen kann und danach lebt, und sich mit seinen Gaben ausgießt in das weite Feld der Möglichkeiten.
Und ich habe noch einen Wunsch: Dass wir den Humor nie verlieren oder zumindest immer wiederfinden. Mir selbst dient es sehr immer wieder, einfach lachen zu können.
Es ist immer weniger ein weglachen als ein über mich selbst lachen.
OmG… vielleicht bin ich ja doch ein wenig irre… oder besser ausgedrückt: ver-rückt.
Herzlicht Arijana am 30.3.2026

Kommentare